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2002 - Karwendel

Der große Ahornboden

 

 

Hier ein paar Filmausschnitte

 

In diesem Jahr hatten wir uns erneut für das Karwendelgebirge entschieden. Ziel war der berühmte große Ahornboden mit den jahrhunderte alten Ahornbäumen als Ausgangspunkt. Mit dem PKW von Erhard machten wir uns einmal mehr auf den Weg in den Süden. Wir bestaunten die elegant geschwungene Brücke über den herrlich gelegenen Sylvensteinstausee und über Hinterriß kamen wir beim Alpengasthof "ENG" mit dem riesigen Parkplatz an. Die Anreise hatte gut geklappt und ein schattiges Plätzchen fürs Auto war auch schnell gefunden, obwohl es recht voll war.

 

 

Die Tourenübersicht

 

 

 

 

Foto aus dem Wanderführer

Gleich hinter dem Gasthof weist ein Schild auf eine Abkürzung hin. Wir nahmen diesen steilen Anstieg gern und konnten dadurch bis zur Binsalm in 1645m Höhe tatsächlich fast 45 Minuten einsparen. Nach einer kurzen Rast geht es nun deutlich steiler weiter hinauf bis zum Lamsenjoch, 1940m. Von hier aus ist unser Tagesziel, die Lamsenjochhütte in 1953m bereits gut zu sehen. Dorthin führt ein teilweise sehr schmaler aber nahezu ebener Pfad in gut 40 Minuten mit tollen Tiefblicken ins Falzturntal.

 

 

Die Lamsenjochhütte in der Bildmitte

 

 

Hier werden wir heute übernachten und morgen den Aufstieg zur Lamsenspitze angehen. Dieser Aufstieg führt über 555m auf einen der schönsten Aussichtsgipfel im gesamten Karwendel. Nachdem wir uns den Weg von der Hütte aus angesehen hatten wollten wir zuerst den Klettersteig durch den sogenannten Brudertunnel probieren. Ohne die entsprechende Ausrüstung ist das aber nicht zu empfehlen und so kehrten wir nach einem kurzen Versuch zurück auf den Normalweg. Dieser führt unterhalb der steilen Felsabbrüche hinauf zur Lamsenscharte, 2279m. Dort oben in dem schmalen Übergang blies uns zunächst ein eisiger Wind entgegen. Hier führt der Pfad aber leicht bergab und es wird deutlich wärmer. Der weitere Aufstieg, praktisch von hinten führt nun seilversichert durch einen kurzen Kamin auf ein wieder flacheres Schotterfeld. Hier ist Vorsicht geboten denn es lösen sich immer wieder lose Steine vom Pfad. Ein Helm ist hier ratsam und die zahlreichen anderen Berggeher sollten gut beobachtet werden um auch entsprechenden Abstand halten zu können. Ansonsten ist der Aufstieg unschwierig und belohnt mit dem schon erwähnten phantastischen Ausblick.

 

 

Blick ins Falzturntal mit der Gramaialm, 1253m

Nach dem Gipfelglück mussten wir natürlich auch auf dem selben Weg wieder hinunter, dabei nutzten wir das große Geröllfeld und kamen so schnell wieder zur Hütte. Allerdings hinterließ dieser Abstieg auch unschöne Spuren an den Schuhen und es war Pflege angesagt. Bei der folgenden Brotzeit blieben wir nicht lange alleine. Ein paar vorwitzige lpendohlen wollten auch ihren Anteil abhaben. Als sie endlich genug hatten setzten wir unseren Weg fort. Unser nächstes Ziel war das Karwendelhaus über die Falkenhütte. Dorthin war es aber ein langer Weg und wir planten daher auf der Binsalm die nächste Übernachtung. Wir wählten den Weg über den Hahnkampl, 2080m.

 

Der Weg über den Hahnkampl, rechts im Bild.

Diese Route ist recht einfach und entwickelt sich zu einer echten Gratwanderung. Nur der Weg weiter nach unten ist etwas schwierig zu finden, gelang aber nach kurzer Sucherei. Hier am Bins- oder Gramaisattel in 1903m Höhe, mussten wir den Weg aber mit störrischem Tiroler Jungvieh teilen, das absolut nicht bereit war diesen frei zu machen. Außerdem verfügten diese Tiere über eine gut funktionierende Verdauung, wie wir leicht feststellen konnten. Am Boden als auch in der Luft stank es zum Himmel. Mit diesen bleibenden Eindrücken erreichten wir trotzdem recht entspannt unser Tagesziel, die Binsalm, 1502m. Hier gab es sogar eine Dusche die wir dankend annahmen. Den Abend verbrachten wir in der urigen Hütte in ebensolcher Gesellschaft und bekamen einen Tipp für eine Abkürzung von der Falkenhütte zum Karwendelhaus, den wir uns merkten.

 

 

 

Die Binsalm

Der nächste Tag begann verheißungsvoll mit Sonne satt und hohen Temperaturen schon am frühen Morgen. Nach einem üppigen Frühstück starteten wir um 8.00 Uhr dem Fahrweg folgend hinunter zum großen Ahornboden, 1227m. Hier war schon viel Betrieb durch Tagesausflügler die mit Bussen hergebracht werden. Nun geht es aber wieder hinauf zum Hohljoch, 1794m. Bis dorthin führt der Pfad in etwa 3 Stunden steil hinaufbis zum Fuß der imposanten Dreizinkenspitze,2603m, wo eine Rast angesagt war. In der Ferne ist die Falkenhütte, auf einem sanften Hügel gelegen, gut zu erkennen. In etwa 1,5 Stunden dürften wir dort sein. Am frühen Nachmittag kamen wir dort an und machten eine längere Pause vor dem Weg zum Karwendelhaus. Mit der besagten Abkürzung im Hinterkopf rechneten wir mit weiteren 2 Stunden bis dorthin und ließen uns etwas Zeit.

 

 

Am Hohljoch mit der Dreizinkenspitze.

Zunächst abwärts zur Ladizalm, 1573m, setzten wir unseren Weg fort bis zu der Abkürzung, für die es allerdings keinerlei Hinweise gab. Eine Kurve zu früh waren wir abgebogen, wie sich später herausstellen sollte. Der Umweg hat uns dann auch über eine Stunde gekostet, selbst schuld! Als wir frustriert wieder auf den richtigen Weg zum Hochalmsattel auf 1803m kamen, begann es zur Belohnung auch noch zu regnen. Die letzten Meter zum Karwendelhaus,1774m, bescherten uns praktisch eine Volldusche. Platschnass kamen wir nach fast 4 Stunden endlich an und konnten uns erstmal umziehen und die Klamotten trockenlegen. Dies gelang schnell aufgrund eines hervorragend ausgestatteten Trockenraumes der sogar über Schuhwärmer verfügt. Die Lager wurden uns dann im dritten Stock zugewiesen. Das war ganz oben unterm Dach direkt neben der Treppe. Da das Haus voll war, hatten wir große Bedenken was die Nachtruhe anbetraf und sollten recht behalten. Beim köstlichen Abendessen in zu kleinen Portionen zerstreuten sich diese Gedanken kurzfristig. Zu allem Überfluß befand sich über unseren Schlafplätzen ein Dachfenster, welches wir aus gutem Grund öffneten. Immerhin befanden sich mehr als 80 Personen in diesem Raum. Wie selbstverständlich begann es in der Nacht wieder zu regnen, kurz gesagt: wir waren bedient! 

 

 

Stützpunkt für den Aufstieg zur Birkkarspitze, mit 2749m höchster Karwendelgipfel.

Ziemlich gerädert begaben wir uns nach dem Frühstück wieder auf den Weg. Heute führt uns der Nordalpenweg Nr. 201 über den kleinen Ahornboden zurück zur Falkenhütte, wo wir übernachten werden. Bei schönstem Sonnenschein kamen wir zum Denkmal des berühmten Karwendelforschers Hermann von Barth. Er gilt eigentlich als Eroberer des Karwendels und hat viele Gipfel als erster bestiegen.Der Pfad hier herunter ist sehr schön und gut zu gehen. Nun geht es weiter auf Fahrwegen zur Ladizalm und dann zum Tagesziel der Falkenhütte unter den Lalidererwänden.

 

Das Hermann von Barth Denkmal ( in der Mitte !)

Auf der Ladizalm gerieten wir unversehends in die Vorbereitung zu Dreharbeiten für die Fernsehserie " Die schnelle Gerdi " mit Senta Berger. Die Crew erwähnte ganz nebenbei daß die Schauspieler heute auch auf de Falkenhütte übernachten würden. Die Autogrammjäger in uns waren erwacht und wurden enttäuscht, denn es kam niemand.

Nun gut, nach einer Rast geht es weiter steil hinauf zur Falkenhütte, wo wir am frühen nachmittag ankamen. Da wir noch reichlich Zeit hatten und das Wetter mitspielte, wollten wir den in der Nähe liegenden Mahnkopf, 2092m, erklimmen. Dieser Aufstieg soll in etw 2 Stunden zu schaffen und recht einfach sein. Am Anfang geht es allerdings ordentlich steil zur Sache. In etlichen Serpentinen kommt man schließlich wieder in flacheres Gelände und zum Gipfelkreuz. Von hier oben hat man einen tollen Blick zu den berühmten Lalidererwänden mit vielen Aufstiegsrouten, vornehmlich aber für echte Kletterer und daher nicht für uns. Beim Abstieg zog von Westen her über den schon bekannten Hochalmsattel erneut eine Regenfront herauf und diese erwischte uns kurz vor der Hütte, aber halbsoschlimm. Es entwickelte sich daraus sogar noch ein heftiges Gewitter das nach ein paar Minuten aber ins Alpenvorland weiterzog. Nun standen wir bei schönstem Sonnenschein über einem grandiosen Wolkenmeer vor der Falkenhütte und mussten an den Abschied denken. Am nächsten Tag lag noch der Abstieg zum Ahornboden vor uns und dann geht es wieder nach Hause. Wieder einmal waren die vier Tage viel zu schnell vergangen aber es war eine sehr schöne Wanderung. Hier im Karwendel gibt es noch so viel zu entdecken. Daher kommen wir wieder, versprochen.

 

 

Lohnendes Ziel, der Mahnkopf, 2094 m.

 

TSCHÜSS

KARWENDEL

 Unsere schönsten Bilder

 

 

Pause bei der Ladizalm

 

             

                           Abstieg vom Hohljoch                                                                                                        Der große Ahornboden

 

Der Weg zur Binsalm

 

kurz vor dem Ziel

 

Blick zur Birkkarspitze

 

noch einmal etwas weiter entfernt

 

Mein erstes Digitalfoto an der Falkenhütte

 

und gleich das 2.

 

Ein Teil der " Abkürzung "

 

Das Gamsjoch

 

Der Alpengasthof " ENG "

 

Auf der Lamsenspitze mit Erhard

 

Kein Kommentar

 

 

Auf dem Weg zum Hohljoch

 

Pause am Hohljoch

 

 

Lichtspiele

 

Das Sonnjoch

 

Auf dem Nordalpenweg Nr. 201

 

Ankunft am Karwendelhaus

 

Die Falkenhütte

 

Hier haben wir übernachtet

 

Das Laliderertal

 

Die Lalidererwände

 

Pause am Lamsenjoch

 

                                                               

                                                     Der Weg zum Mahnkopf...                                                                                                 bis zum Gipfelkreuz

 

Auf dem Weg zum kleinen Ahornboden

 

 

 

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